31. Bastelabend

Nachdem der Abguss ja ausreichend Zeit hatte zum Abkühlen, wird er heute nun ausgeformt.
Dazu wird wieder der obere Formteil abgenommen, nachdem man die Form in eine Schüssel gestellt hat, um den Sand aufzufangen. Das Blatt Papier als Dichtung wird entfernt und die Bleibombe aus dem unteren Teil der Form herausgezogen. Der Sand, der noch am Gießling haftet, wird abgebürstet und der restliche Sand aus der Form kann auch in die Schüssel entleert werden. Wenn man diese nun mit Folie abdeckt, kann man den Sand immer wieder für weitere Abgüsse verwenden.
An der Bleibombe kann man sehen, wie sorgfältig man beim Gießen war: je langsamer oder ungleichmäßiger man gegossen hat, umso gröber ist die Oberfläche. Wenn man mit ein wenig Übung sehr schnell und gleichmäßig gießt, kann man eine fast glatte Oberfläche erreichen, die kaum nachgearbeitet werden muss. Dies ist hier aber nicht ganz so dramatisch, da die Schraublöcher und der Anschluss zum Kiel sowieso verspachtelt werden muss. Mit Schleifpapier oder auf der Maschine mit einem Drechseleisen kann die Oberfläche schon einmal geglättet werden.
Dieser Anschluss zum Kiel fehlt aber hier noch. Daher spannen wir die Bleibombe nun in den Schraubstock an der Fräse ein und fräsen mit einem Fingerfräser in kleinen Stufen einen Schlitz mit einer Länge von etwa 9,5cm bei einer Breite von 4mm hinein. Da Blei sehr weich und zäh ist, kann der Fräser die Späne nicht gut abreißen, daher sollte man nach jedem Durchgang vor dem Zustellen der Tiefe mit einem scharfen Schraubendreher die Nut reinigen. Die Tiefe des Schlitzes für den Kiel sollte etwa 2cm betragen. Wenn man sich bei der Urform gut an den Bauplan gehalten hat, dann stimmt in diesem Moment auch das Gewicht von 850g sehr genau.
Das Teil wird nun mit dem Schlitz auf den Kiel gesteckt und zweimal mit 4,5mm durchbohrt, damit es hinterher mit dem Kiel verschraubt werden kann. Die 4 Außenseiten der Löcher werden fürr die Schraubenköpfe und Muttern ausreichend tief mit 8mm angesenkt und zwei von den Schrauben, die vorher die Spantfüße an den Leisten gehalten haben (M4 x 20mm), werden hindurchgeschraubt und mit Muttern gesichert.
Als nächstes steht das sorgfältige Anspachteln des Kiels am Rumpf und an der Bleibombe an, doch davon wollen wir ein andernmal erzählen...

Vorschau Wenn man die Möglichkeit hat, kann die erste Bearbeitung der Bleibombe auf der Drehmaschine gemacht werden.
Vorschau Hier ist der Schlitz zur Aufnahme des Kiels gut zu erkennen.
Vorschau Recycling: Mit zwei Schrauben, die schon beim Aufstellen der Spanten gute Dienste geleistet haben, wird die Bombe verschraubt.
Vorschau Und so sieht es dann am Ende dieses Arbeitsschrittes aus. Wirkt doch schon viel besser als der provisorische klobige Bleiklumpen!

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