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33. Bastelabend

Nachdem an den letzten Abenden der Kiel und die Bleibombe verspachtelt und gut verschliffen wurden, könnte man nun hergehen und den gesamten Rumpf anschleifen, lackieren und die letzten Verzierungen anbringen. Damit hätte man dann eine fertige Dulcibella vor sich stehen. Aber da war ja noch das Gaffelrigg als alternative Besegelung...

... und mit diesem wollen wir heut beginnen, da hierfür noch kleinere Veränderungen am Rumpf und am Aufbau notwendig sind, die man leichter vor dem Lackieren erledigen kann.
Das erste Bauteil, das wir anfertigen ist laut Bauanleitung der Bugspriet.
Dieser wird zuerst entsprechend dem Plan abgelängt und erhält eine runde Spitze. Anschließend werden die Haken im Deck des Vorschiffs angezeichnet, auf denen der Bugspriet ja befestigt werden soll. Dies geschieht entweder mit der Methode von Uwe (Farbe auf den Haken und dann den Spriet draufdrücken) oder man legt das Holz neben die Haken und zeichnet sorgfältig Vorder- und Hinterkante an. Diese angezeichneten Stellen werden nun entsprechend der Breite (bei uns sind das 1,8mm) und Höhe (etwa 7mm) der Haken Schlitze in den Stab gefräst. Hier kann sich derjenige glücklich schätzen, der einen kleinen Frästisch und einen entsprechenden Fingerfräser besitzt. Ansonsten muss man sehr vorsichtig und sorgfältig mit einem "Dremel" diese Schlitze einbringen. Nun wird der Bereich, der auf dem Deck aufliegt, noch mittels einer Feile abgeflacht und eine Passprobe gemacht.
Wenn der Bugspriet sauber aufliegt und die Haken auch gut passen, misst man sehr genau die Innenhöhe der Haken und bringt in der entsprechenden Höhe zwei Bohrungen mit 1,2mm exakt rechtwinklig zu den Ausfräsungen in den Stab. Durch diese Bohrungen werden später die Splinte gesteckt, die den Spriet auf dem Deck halten, deshalb muss man hier sehr genau vorgehen um eine spielfreie Passung zu erhalten.
Zusätzlich zur Anleitung haben wir seitlich an den Löchern noch einen kleinen Schlitz eingefräst, in den das umgebogene Ende des Splintes hineinpasst. Dadurch wird ein Verdrehen und Verrutschen des Splintes verhindert und außerdem steht er nicht einfach vom Spriet ab. Diese beiden Splinte fertigen wir nun auch gleich an, indem wir einen Messingdraht von 1,2mm rechtwinklig biegen und so ablängen, dass ein Schenkel genau in die Ausfräsung passt und der Andere durch Sprietholz und Haken bis zur anderen Seite. Sinnvoll ist, den Draht hier etwa 1mm weit rausstehen zu lassen, damit man den Splint einfach wieder herausdrücken kann. Ansonsten bekommt man ihn nur heraus, wenn man einen entsprechenden Draht zum durchschieben hat.
Nun werden noch die beiden Haken zum einhängen von Fock und Klüver von oben vorgebohrt und eingeschraubt, wie im Plan vorgegeben und ganz vorne an der Unterseite haben wir noch eine zusätzliche kleine Öse aus 1.2mm Messingdraht eingeklebt, an der die Verspannung zum Bug befestigt wird.
Am Bug selbst haben wir uns auch für eine andere Befestigung entschieden, als im Plan vorgegeben. Den Haken im Bug haben wir durch einen 3mm breiten Streifen aus dünnem Messingblech ersetzt, der so abgewinkelt wird, dass ein Y daraus entsteht. Dieser wird dann auf dem sorgfältig angeschliffenen Bug knapp oberhalb der Rundung verklebt und am vorstehenden Stück durchbohrt. Durch die erst nachher erfolgende Lackierung wird der Kleber vor Wasser geschützt und der Beschlag durch die Farbe "getarnt".
Den Wantenspanner für die Verspannung haben wir aus Alu angefertigt, da an dieser Stelle mit einigem Wasser zu rechnen ist, was die Verwendung von Holz schwieriger macht. Zum Schluss wird ein Stück Drachenschnur vom Wantenspanner durch die Öse am Spriet gefädelt und führt durch den Spanner zurück bis zu einem selbstgebogenen Messinghaken, der am Bugbeschlag eingehängt wird.
In der nächsten Woche folgt dann der Mastbau...

131 Neben dem vertieft angebrachten Sicherungssplint erkennt man hier die leichte Abflachung des Spriets zur besseren Auflage an Deck.
132 Der im Text erwähnte Y-förmige Beschlag zur Verspannung des Bugspriets.

Ein Blick auf die anderen Boote zeigt uns einen entstehenden Aufbau bei Davids Boot und an einer weiteren Dulcibella wird das Ruder angefertigt...

133 Um die Biegung der Aufbautenteile zu erhalten, wird am Heck ein entsprechend abgelängtes Holzstück (bis zur Fixierung an Deck) angebracht. Auch die schweren Akkus dienen diesem Zweck.
134 Während die ersten Klebestellen zwischen Deck und Aufbau trockenen, ist Zeit, die Verzierung rund um die Plicht anzubringen.
135 Das Abflachen der Ruderwelle für optimalen Halt.

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