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26. Bastelabend

Diesmal geht es endlich an die Segel... Wegen der absoluten Wasserbeständigkeit werden die Segel bei uns aus Polyester-Segeltuch (Icarex) hergestellt.
Ich habe mich dafür entschieden, weiße Segel mit roten Ecken und Verstärkungen zu fahren, daher wurde zuerst das weiße Icarex ausgerollt und auf den Plan gelegt. Wegen der hohen Durchsichtigkeit des Stoffes brauchen die Segel nicht aus dem Plan ausgeschnitten zu werden, sondern können mit einem Bleistift "durchgepaust" werden. Auf diese Weise wird zuerst das Großsegel aufgezeichnet (die Linien für die Verstärkungen werden sofort mit eingezeichnet) und entlang der Linie ausgeschnitten. Als nächstes nimmt man doppelseitiges Klebeband und schneidet passende Stücke für die Verstärkungen daraus, die man dann an den entsprechenden Stellen auf das weiße Segeltuch klebt. Die gleichen Abschnitte fertigt man aus dem roten Tuch, welches für die Verstärkungen vorgesehen ist und klebt auch diese faltenfrei an. Die Kanten des jetzt schon recht "stabilen" Segels können nun noch vorsichtig nachgeschnitten werden, damit alle Schichten absolut deckungsgleich sind.
Nun wird Drachenschnur, mit der das Segel am Mast befestigt werden soll, in eine grobe Jeans-Nähnadel eingefädelt und jeweils ein ausreichend langes Schnurstück durch alle Ecken gefädelt. Die Löcher wurden vorher mit einer Pinwand-Nadel vorgestochen. Den Abstand zwischen den beiden vorderen Befestigungen misst man dann aus und teilt ihn in acht gleiche Abschnitte auf, an den eingezeichneten Stellen werden dann möglichst dicht an der Vorderkante des Segels 7 weitere Bänder zum Anschlagen am Mast eingefädelt.
Das so vorbereitete Segel wird dann zuerst oben am Topbeschlag und anschließend an den restlichen Stellen wie im Plan bezeichnet befestigt. Bei den "Mastringen aus Schnur" an der Vorderkante des Segels ist darauf zu achten, dass diese nicht zu fest sind. Es muss eine freie Drehbarkeit des Segels gegeben sein. Um ein Hochschwingen des Baums zu verhindern, erhält dieser jetzt den im Plan verzeichneten Niederholer, der mit einem Wantenspanner soweit gespannt wird, dass die Drehung wieder nicht beeinträchtigt wird.
Beim nun folgenden Befestigen und Einziehen der Schot durch das Rohr in der Plicht fällt dann auf, dass bisher der Bügel über der Plicht vergessen wurde, der die Schot sauber zur Durchführung führt. Also wird dieser jetzt gebogen, abgelängt und nach dem Vorbohren im Deck verklebt. Nun wir die Schot gemäß Plan durch die Ösen und Umlenkrollen im Rumpf gezogen und befestigt. Hier empfiehlt sich wieder ein Wantenspanner für evtl. später notwendige Justierarbeiten. Wenn mit einem Wechselrigg geplant wird, sollte man noch darauf achten, dass die Schot an ihrem oberen Ende (am Baum) lösbar befestigt wird - z.B. durch einen zugebogenen Haken oder ähnlichem.
Das Großsegel kann nun schon mit Hilfe des Servos aufgefiert oder dichtgeholt werden. Langsam kommt Funktion in das Boot!

103 An einer Holzlatte entlang wird wird das Doppelklebeband zurechtgeschnitten. Sehr deutlich wie durchscheinend das Spinnaker-Polyester ist.
104 Nachdem die Verstärkungen aufgeklebt sind, wird das "Tau" angebracht.
105 Das erste Mal mit Segel - hier erkennt man schön die Ripstop-Struktur vom Icarex.
106 Neben dem Bügel über die Plicht ist hier die achtere Schotdurchführung zu sehen.

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